De Standaard - Belgien | Freitag, 10. Juli 2009
G8 könnte mehr tun
Der G8-Gipfel enttäuscht, schreibt der Professor für politische Ökonomie an der Johns Hopkins Universität in Washington, Matthias Matthijs, in der Tageszeitung De Standaard: "Selbst wenn man einsieht, dass die G8 an Bedeutung verloren haben, ist es besorgniserregend mitanzusehen, dass die wahre Ursache der Finanzkrise durch die Führer der G8 zugunsten von 'quick fixes' beiseite geschoben wird. Sie können nicht viel tun, aber mehr als sie jetzt tun. ... Das Problem ist, dass das Geld von Arm nach Reich fließt und nicht umgekehrt: Die Chinesen subventionieren den fast nicht aufzuhaltenden amerikanischen Konsumdrang. ... Bei den [zunehmenden globalen makroökonomischen Ungleichgewichten] kann die G8 - erweitert um China und Indien zu den G10 - eine wichtige Rolle spielen. Indem sie ein System aufbauen, in dem Ungleichgewichte automatisch korrigiert werden, wenn sie zu sehr aus dem Ruder laufen - so wie die EU-Kommission das bei den Haushaltsdefiziten in Europa tut."
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