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Frankfurter Rundschau - Deutschland | Dienstag, 4. Juli 2006

Jutta Limbach über die Sprachenvielfalt Europas

Die Zeitung dokumentiert einen Text der Präsidentin des Goethe-Instituts Jutta Limbach, in dem sie über die Vielsprachigkeit Europas nachdenkt. "Zwar erscheint manchem das Verlangen nach Mehrsprachigkeit als ein störendes nationalistisches Relikt in der künftigen europäischen Kultur. Doch ist sich die Mehrheit der europäischen Eliten aus Politik und Kultur einig, dass Mehrsprachigkeit intellektuellen Reichtum verbürgt. Manche Gedanken, so der tschechische Kommissar Vladmir Spidla, können überhaupt nur in bestimmten Sprachen entstehen. Der hohe Wert der Mehrsprachigkeit hat seinen Niederschlag in der noch nicht ratifizierten EU-Verfassung gefunden." Aus pragmatischen Gründen schlägt sie aber vor, in der EU drei Arbeitssprachen zu verwenden: Deutsch, Englisch und Französisch. "Diese Sprachen werden in mehr als einem Land als Amtssprachen gesprochen und weisen schon von daher über den nationalstaatlichen Rahmen hinaus."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 5. Juli 2006

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