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Mladá fronta Dnes - Tschechien | Dienstag, 11. Juli 2006

Michal Mocek über das ausfransende Europa

Michal Mocek macht darauf aufmerksam, dass Europa nicht nur im Osten oder auf dem Balkan "ausfranst". "Rufe nach mehr Autonomie oder völliger Unabhängigkeit werden auch in Galizien, Katalonien, im Baskenland, in der Bretagne, auf Korsika, im belgischen Flandern, in Norditalien, auf Sizilien, in Wales, Schottland oder Nordirland laut. Nationalistische Gruppen existieren in ganz Europa. Während im Osten Staaten zerbrechen, verändern sich die Staaten im Westen, manchmal in unerwarteter Weise. So wird jetzt in London heftig darüber diskutiert, ob die schottischen oder walisischen Abgeordneten weiterhin über Dinge abstimmen sollen, die allein England angehen. Sollte England ein eigenes Parlament bekommen, würde ein ganz anderes Großbritannien entstehen... Dass der Westen Europas anders als der Osten nicht zerbricht, liegt maßgeblich an der EU, die erst den Rahmen für mehr Autonomie bietet. Die Vorteile eines einheitlichen Marktes bleiben, unabhängig davon, wie groß die einzelnen Staaten sind."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 11. Juli 2006

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