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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Montag, 2. November 2009

Sarkozys egoistische Identitätsdebatte

Was bedeutet es Franzose zu sein? Diese Identitätsdebatte soll Frankreich in den kommenden Monaten erneut beschäftigen. Frankreichs Präsident knüpft damit an eine Debatte an, die er bereits kurz nach seinem Amtsantritt im Jahr 2007 angestoßen hatte. Die linksliberale Tageszeitung Süddeutsche Zeitung analysiert Sarkozys Initiative: "Auch in anderen Ländern wenden sich die Bürger seit dem Berliner Mauerfall wieder ihren Nationen zu, besonders in Mitteleuropa. Umgekehrt bekommt die Europäische Union die Identitätsfrage schmerzhaft zu spüren, etwa bei gescheiterten Referenden. … Natürlich verfolgt Sarkozy mit der Debatte auch egoistische Zwecke. In wenigen Monaten stehen Regionalwahlen an. Da kommt die nationale Frage gelegen, um von Affären, Staatsverschuldung und anderen Malaisen abzulenken. Zudem will Sarkozys bürgerliche Rechte der extremen Rechten Wähler entziehen, indem sie nationale Themen bedient. Dabei läuft der Präsident Gefahr, einen Gegensatz von Nation und Immigration zu konstruieren und so Franzosen und Einwanderer gegeneinander aufzubringen."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 2. November 2009

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