Adevărul - Rumänien | Donnerstag, 5. November 2009
Eine ganz normale Regierungskrise
Die Regierungskrise in Rumänien dauert an: Der designierte Premier Lucian Croitoru verfehlte am Mittwoch bei einer Vertrauensabstimmung im Parlament die nötige Mehrheit. Keine Grund zur Panik, meint die Tageszeitung Adevărul: "Viele stellen die politische Krise als eine Art Apokalypse für Rumänien dar. Wenn man den Fernsehdebatten zuhört, hat man den Eindruck, dass morgen oder übermorgen das Land still steht und wir alle erstarren bis die politische Krise gelöst ist. Weit gefehlt! Ein Gewinn der letzten 20 Jahre ist, dass es im Land eben weitergeht, und zwar unabhängig davon, was im Regierungs- oder Präsidentenpalast geschieht. Das Problem Rumäniens ist, dass die Wirtschaft noch nicht ausreichend von der Politik entkoppelt ist ... . Mit einer stabilen Wirtschaft, mit einer vorhersehbaren finanziellen Lage, mit einem langfristigen Rezept für Gebühren und Steuern würde die politische Krise niemanden beeindrucken und das bleiben, was sie in der Tat in westlichen Staaten ist: ein Spiel um Macht und mehr nicht."
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