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De Standaard - Belgien | Freitag, 6. November 2009

GM erteilt Europa eine Lektion

Nach der überraschenden Entscheidung von General Motors, Opel doch nicht zu verkaufen, hat das Pokerspiel um die Rettung der europäischen Fabriken eingesetzt. Dabei gehe es erneut um nationale Interessen, aber Europa dürfe nicht denselben Fehler wiederholen wie beim Ausbruch der Krise, meint die Tageszeitung De Standaard: "Europa bekommt unerwartet eine zweite Chance in dieser Sache. Die Union war bisher schmählich abwesend und überließ es den Mitgliedstaaten, sich einander um die Arbeitsplätze zu überbieten. Diese glanzlose Geschichte darf sich nicht wiederholen. Den frechen Amerikanern geht es natürlich nur um den eigenen Gewinn, aber sie erteilen Europa auch eine Lektion. Die Sanierung des Automobilsektors bleibt eine äußerst schmerzhafte Angelegenheit. Aber Erfolg ist nur möglich, wenn industriell sinnvolle Projekte aufgebaut werden. Wenn diese Schocktherapie Europa wachrüttelt, dann muss die Bilanz der Opel-Saga nicht unbedingt negativ ausfallen."

» zur gesamten Presseschau vom Freitag, 6. November 2009

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