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Die Presse - Österreich | Dienstag, 17. November 2009

Uniproteste als Selbstzweck

Am heutigen Internationalen Studententag wird weltweit gegen die Ökonomisierung der Bildung demonstriert. Die Presse vergleicht die jüngsten Studierendenproteste in Österreich mit den Studierendenprotesten gegen den Nazi-Terror in Prag 1939, an die der Aktionstag erinnert, und findet wenig Gemeinsamkeiten. Am 17. November 1939 hatten die deutschen Nationalsozialisten in Prag tausende tschechische Studenten verhaftet und in Konzentrationslager deportiert: "Es war von Beginn an offensichtlich: Getragen von einer linken, aber lauten Minderheit, gehen die Forderungen der Hörsaalbesetzer weit über die Anliegen der Studierenden hinaus. Und an diesen auch vorbei - wie die aktuelle 'Jugendkultur'-Umfrage [vom Institut für Jugendkulturforschung] beweist: Immerhin 23 Prozent sind für einen regulierten Uni-Zugang. Die ideologischen Überbauthemen - Bildung statt Ausbildung (ein Prozent), sozialpolitische Maßnahmen (zwei Prozent), Demokratisierung der Unis (drei Prozent), freier Hochschulzugang (sieben Prozent) - interessieren das Gros der Studierenden wenig. Während es vor 70 Jahren um Leben und Tod ging, geht es heute für viele doch nur um den Protest um des Protestierens willen."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 17. November 2009

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