The Times - Großbritannien | Freitag, 20. November 2009
Karsai muss endlich handeln
Nach seiner umstrittenen Wiederwahl hat der afghanische Präsident Hamid Karsai am gestrigen Donnerstag in Kabul die Antrittsrede nach seiner Vereidigung gehalten. Die Tageszeitung The Times meint, dass es für den Regierungschef nun an der Zeit wäre, sich zu bewähren: "Westliche Diplomaten haben eine Reihe von kompetenten Technokraten identifiziert, die vielleicht die versagende Verwaltung in Kabul in den Griff bekommen könnten. Karsai hat wiederholt deren Ernennung verzögert, vor allem, weil er die besten Jobs für seine Freunde reservieren möchte, die sich bereichern wollen. ... Zweitens muss die versprochene Transparenz eine Prüfung des Vermögens der Karsai-Familie umfassen, das von US-Beamten auf Hunderte von Millionen Dollar geschätzt wird - eine Summe, die nicht zu ehrlichem Regieren passt. ... Schließlich muss es bald Anzeichen geben, dass er den Weg politischer Versöhnung einschlägt. Bei einem Selbstmordattentat kamen gestern 13 Menschen ums Leben. Solange es keine kompetente Regierung in Kabul gibt, kann diese Gewalt nur weiter anwachsen."
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