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Le Monde - Frankreich | Montag, 23. November 2009

Unesco muss sich reformieren

Die Unesco hat an Einfluss verloren und kaum Perspektiven für die Zukunft, meint der portugesische Unesco-Botschafter Manuel Maria Carrilho. In der Tageszeitung Le Monde fordert er tiefgreifende Reformen: "Wer wartet bei der schweren gegenwärtigen Weltkrise - einer einmaligen, systemischen und globalen Krise - noch auf die Antwort der Unesco? ... Gibt es jemanden, der sich von ihrer Sichtweise inspirieren lassen will? Nein. Trotz ihrer unzähligen und sicherlich löblichen Programme muss man feststellen, dass das nicht mehr der Fall ist. Dies spiegelt sich im irreführenden Werdegang der wichtigsten Weltinstitution für Kultur, Erziehung, Wissenschaft, Kommunikation und Menschenrechte wider ... . Heute befindet sich die Unesco an einer unvermeidbaren Weggabelung: Entweder sie macht weiter wie bisher, sperrt sich auf der bürokratischen Ebene immer mehr in sich selbst ein und schwächt so ihre Fähigkeit, zur Welt zu sprechen. Oder sie belebt sich neu, inspiriert sich durch die besten Augenblicke ihrer Geschichte und öffnet sich den Bedürfnissen einer Zeit und einer Welt, die sich erheblich verändert haben."

» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 24. November 2009

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