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Blog Del alfiler al elefante - Spanien | Mittwoch, 25. November 2009

Chiracs Memoiren als Niedergang eines Genres

Als "enttäuschend" bezeichnet Lluís Bassets die Lektüre der Memoiren des ehemaligen französischen Präsidenten Jacques Chirac. In seinem Blog bedauert er: "Nicht einmal mehr in Frankreich: Das Genre scheint unwiederbringlich verloren. Memoiren werden nicht mehr geschrieben, sondern diktiert. In aller Eile, im Auftrag eines Herausgebers und in der merkwürdigen Symbiose mit einem Mitarbeiter, der das Schreiben übernimmt. Es ist das Zeichen der Zeit. Die öffentliche Persönlichkeit, die sich bereits aus dem harten politischen Leben zurückgezogen hat, entzieht sich so der Prüfung seines Gewissens, der Strafarbeit eines mühsamen Niederschreibens, bei dem er seine Sünden und Fehler bereinigen kann, und er entzieht sich auch der Genugtuung, durch die Kunst der Literatur in Erinnerung zu bleiben, oder der Freude Rechnungen zu begleichen. Alles beschränkt sich darauf, Fragen zu beantworten und anschließend die Unannehmlichkeiten wegzustreichen, im Sinne eines 'photoshoping' des eigenen Bildes in der Geschichte."

» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 25. November 2009

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