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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Donnerstag, 3. August 2006

Keine neuen Stasi-Enthüllungen in den "Rosenholz"-Dateien

Die "Rosenholz"-Dateien, eine Datensammlung über die Stasi, gelangte nach der Wende 1989 in die USA und wurde 2003 der deutschen Stasi-Unterlagenbehörde übergeben. Eine Forschungsgruppe begann mit der Entschlüsselung, nun wurden Teile der aufgearbeiteten Daten freigegeben. Hans Leyendecker kommentiert: "Es bleibt bei den üblichen Verdächtigen. Kein neuer Name ist hinzugekommen. Die Schar der Stasi-Helfer im Bundestag war - und bleibt - überschaubar. Möglicherweise hat die Aufregung auch damit zu tun, dass mancher Konservative hoffte, die Geschichte des Misstrauensvotums gegen [den damaligen Bundeskanzler Willy] Brandt [1972] neu schreiben zu können. Dafür aber taugen die Unterlagen nicht. Der Fall zeigt, dass die übelsten Verstrickungen aus der Zeit des Kalten Krieges aufgeklärt sind. Die meisten Zuträger des DDR-Geheimdienstes wurden in den vergangenen Jahren enttarnt. Die Fama, dass die vom US-Geheimdienst CIA herausgebenen 'Rosenholz'-Dateien die deutsch-deutsche Geschichte verändern würden, ist jetzt widerlegt."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 3. August 2006

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