Világgazdaság - Ungarn | Mittwoch, 25. November 2009
Währungsfonds muss umdenken
Der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) Dominique Strauss-Kahn hat Vorschläge abblitzen lassen, den internationalen Fluss rein spekulativer Geldströme zu besteuern. Anlass war Brasiliens Entscheidung, auf kurzfristige Kapitalzuflüsse eine Steuer in Höhe von zwei Prozent zu erheben, um eine Spekulationsblase zu vermeiden. Harvard-Professor Dani Rodrik kritisiert den Vorstoß in der Wirtschaftszeitung Világgazdaság: "Leider lässt das den neuen IWF so wie den alten klingen. ... Die Reaktion des IWF auf Brasiliens Finanzsteuer spiegelt wider, wie tief der Finanz-Fetischismus verwurzelt ist. Das Problem sind nicht nur Marktfundamentalisten. Der Mangel an Vorstellungskraft erstreckt sich über das gesamte politische Spektrum. Es gibt einen berühmten Ausspruch von John Maynard Keynes zu Kapitalverkehrskontrollen: 'Was einst als Häresie galt, wird jetzt als Lehrmeinung bestätigt.' Das war zu Beginn der Bretton-Woods-Ära im Jahr 1945. Welch Ironie, dass wir unser Denken mehr als 60 Jahre später dem gleichen Wandel unterziehen müssen."
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