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NRC Handelsblad - Niederlande | Donnerstag, 26. November 2009

Fremdgehen nur in Romanen akzeptabel

Der autobiografische Roman des Autors Kluun über einen Mann, der seine krebskranke, sterbende Frau betrügt, hat einen unerwarteten Erfolg. Das Buch wurde bereits eine Million mal verkauft, vor allem an Frauen. Warum, fragt sich das NRC Handelsblad: "Was zeigt dies nun? Sind viele Frauen Masochisten, angezogen von Formen männlichen Verhaltens, die ihren Selbstrespekt verletzen? Unwahrscheinlich. Sind viele Frauen heimlich Befürworterinnen der freien Liebe und streben nicht länger nach eine monogamen Beziehung? Noch unwahrscheinlicher. Die Lösung des Rätsels liegt auf der Hand: Es gähnt eine unglaubliche Kluft zwischen den Auffassungen von Frauen (und Männern) im alltäglichen Leben und dem, was sie von einem Roman oder anderen Kunstwerk erwarten. ... Das Merkwürdige ist nur, dass dieser Unterschied von vielen nicht mehr erkannt wird, sobald eine Verbindung mit Sex oder allgemeinen Sitten hergestellt wird."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 26. November 2009

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