Delo - Slowenien | Freitag, 4. August 2006
Kritik an slowenischer Umweltpolitik
Janko Lorenci resümiert die bisherige slowenische Umweltpolitik: "Für seine Größe und Entwicklung ist Slowenien relativ stark verschmutzt. Doch es wäre noch schlimmer gekommen, wenn das Land nach dem Zerfall Jugoslawiens nicht zumindest teilweise deindustrialisiert worden wäre. Wir haben das Kyoto-Protokoll unterzeichnet, doch zum Teil bleiben wir hinter den gestellten Anforderungen zurück - ähnlich wie andere entwickeltere EU-Mitgliedsstaaten." Es werde noch schlimmer kommen, füchtet Lorenci. "Die Regierung wird offiziell im Namen der Sorge um den Verbraucher und inoffiziell im Rahmen ihrer neoliberalen Politik den Energiesektor - bisher in staatlicher Hand - liberalisieren. Ausländische Erfahrungen zeigen, dass solche Liberalisierungen gewöhnlich mit höheren Preisen für den Verbraucher enden, häufig gekoppelt mit einer schlechteren Versorgung. Der Staat wird, ähnlich wie das in einem Teil Europas in den 90er Jahren geschehen ist, Kontrolle über eine umweltfreundliche Energiepolitik verlieren. Private Eigentümer kümmern sich gewöhnlich nicht um Umwelt und Erderwärmung."
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