Mladá fronta Dnes - Tschechien | Donnerstag, 10. Dezember 2009
Aufarbeitung des Kommunismus alternativlos
Das Institut zur Aufarbeitung des Totalitarismus in Tschechien sieht sich immer neuen Attacken ausgesetzt. Die Kommunisten fordern seine Auflösung, andere stören sich daran, dass das Institut die einstigen mutmaßlichen Täter beim Namen nennt, wie etwa Milan Kundera. Die liberale Tageszeitung Mladá fronta Dnes verteidigt das Institut: "Das Problem ist nicht das Institut oder das Vorgehen der Historiker dort. Das Hauptproblem ist die Geschichte selbst, die von der Behörde untersucht wird. Jene schändliche, mitunter Abscheu erweckende Geschichte, die wir durchleben mussten und leider noch jetzt durchleben. Und die wir auch dann durchleben müssten, wenn es das Institut nicht gäbe. Tschechien ist ein Land, in dem man nichts geheim halten kann. Dokumente wie über Kundera würde in jedem Fall jemand finden und der Öffentlichkeit würden sie deshalb nicht entgehen."
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