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Evenimentul Zilei - Rumänien | Donnerstag, 17. Dezember 2009

Vlad Stoicescu über die verschwiegene Revolution in Rumänien

Gestern vor 20 Jahren haben sich die ersten Rumänen in der Stadt Timişoara gegen das Ceauşescu-Regime aufgelehnt, viele andere folgten. Beim Sturz der Ceauşescu-Diktatur wurden über tausend Menschen getötet, doch die Geschehnisse sind bis heute nicht aufgeklärt. Erschreckend findet das Vlad Stoicescu in der Tageszeitung Evenimentul Zilei: "Die Festlichkeiten, die reine Fassade sind, werden auch 2009 die amputierten Erinnerungen einer Revolution verschlucken, an die wir nur in Extremen denken: Mit Resignation und mit Leidenschaft. Es hat sich nichts Fundamentales in den vergangenen zwei Jahrzehnten verändert, in denen wir eigentlich die Dämonen und kommunistischen Reflexe hätten tilgen sollen. Wir sind dieselbe Gesellschaft, die an Vergesslichkeit leidet, wir leben im selben von der Diktatur zerfressenen Korpus, wir denken mit derselben abschreckenden Ignoranz. ... Die Helden von 1989 brauchen keine Kränze und Kerzen. Ihre Familien werden dieses Ritual übernehmen, denn der Schmerz vergeht auch nicht durch Pressefreiheit, nicht durch US-Comedy-Serien, auch nicht durch volle Supermärkte oder Freiheit. Die Augenzeugen von 1989 bräuchten die Wahrheit. Und eins ist klar, sie sind zu alt, um auf die Straße zu gehen und das einzufordern."

» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 17. Dezember 2009

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