Postimees - Estland | Freitag, 18. Dezember 2009
Tschetschenien Russlands schwärende Wunde
Fünfzehn Jahre nach Beginn des Tschetschenien-Kriegs erinnert die Tageszeitung Postimees daran, dass die Probleme keineswegs gelöst sind: "Tschetschenien ist bis heute eine schwärende Wunde für Russland geblieben, an die man sich im Laufe der Jahre mehr oder weniger gewöhnt hat, die sich aber immer wieder bemerkbar macht. Jedes Mal, wenn der Schrecken wieder beginnt in Vergessenheit zu geraten, erfolgt ein neuer Schlag und holt das Entsetzen wieder ins Bewusstsein zurück. Damals entsandte der russische Präsident Boris Jelzin Panzer nach Grozny, um die verfassungsmäßige Ordnung wiederherzustellen. … Bis heute schwebt die Frage in der Luft, ob dieser blutige Konflikt hätte vermieden werden können. Aber wie immer man die Geschichte auch bewertet: Der nun 15 Jahre zurückliegende schicksalsreiche Beschluss hat für eine ganze Reihe tragischer Stichworte gesorgt, wie [das Musicaltheater] Nord-Ost, die Explosionen in Wohnhäusern, Anschläge auf die Moskauer Metro und die Schule von Beslan."
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