Kurier - Österreich | Montag, 21. Dezember 2009
Wiener Audimax geräumt, Unmut bleibt
Am Montagmorgen hat die Polizei das Audimax der Universität Wien geräumt, das über zwei Monate von Studierenden besetzt war. Doch die Forderungen der Besetzer sind noch nicht erfüllt, schreibt die Tageszeitung Kurier: "Die neue Studentenbewegung ist - wie das Audimax - aber nur 'vorübergehend geschlossen'. Rektoren und Professoren wundern sich zu Recht, dass die Studierenden so lange stillgehalten haben. Umfragen signalisieren hohe Sympathie für ihre Anliegen. Und die liegen nach der vorweihnachtlichen Hörsaal-'Räumung' nach wie vor unerledigt auf dem Gabentisch der Politik: Unerträglich volle Hörsäle, hoffnungslos überfrachtete Studienpläne und der verlogene Polit-Sprech vom 'Recht auf Bildung' für alle. Die Besetzung des Audimax ist zu Ende. Der Unmut der Studierenden über Minimal-Lösungen bleibt. Was dringend ansteht, ist die Neu-Besetzung des Chefpostens im Wissenschaftsministerium durch VP-Chef Josef Pröll - mit jemandem, dem mehr einfällt als einen Hochschuldialog mit Ende St. Nimmerleinstag einzuberufen."
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