Basic Thinking Blog - Deutschland | Mittwoch, 20. Januar 2010
Lissabon-Vertrag verbessert Datenschutz
Eine Datenschutz-Gruppe der EU will erreichen, dass Suchmaschinen spätestens nach sechs Monaten die Nutzerinformationen löschen. Die US-Firma Microsoft hat nun als erste versprochen, IP-Adressen zum Zeitpunkt der Suche zu anonymisieren. André Vatter analysiert im Blog BasicThinking die Gründe für das plötzliche Einlenken: "Zum einen boomt das Thema Datenschutz ... und Marketingstrategen entdecken in der Entwicklung mittlerweile ein profitables Alleinstellungsmerkmal. Den zweiten Grund liefert die EU selbst. Die Article 29 Working Group, das Gremium, das die neuen Regeln erarbeitete, darf lediglich Empfehlungen abgeben. Sanktionen können aber nur die Datenschutzbehörden der einzelnen Länder aussprechen (inklusive Haftstrafen). Das ist in der Vergangenheit noch nicht passiert, weshalb sich Google und Yahoo! auch noch das Päuschen bei den Reformen gönnen. Seit dem Vertrag von Lissabon hat die EU-Kommission aber erstmals die Macht bekommen, selbst Strafen zu verteilen. Microsofts vorauseilender Gehorsam soll diesen Ambitionen den Wind aus den Segeln nehmen."
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