L'Hebdo - Schweiz | Donnerstag, 24. August 2006
Vorschlag für eine neue Immigrationspolitik
Jacques Pilet sucht angesichts des Problems illegaler Einwanderung nach neuen Lösungen. "Bis Afrika - trotz seiner Reichtümer - seinen Kindern endlich eine hoffnungsvolle Perspektive bieten kann, wird es Jahrzehnte dauern. Warum sollte man bis dahin nicht die Träume in bestimmte Bahnen lenken? Die USA tun das. So wie Kanada bieten sie begrenzte, aber konkrete Möglichkeiten der legalen Einwanderung. Zwischen 1990 und 2000 haben sich eine Million Afrikaner legal in Nordamerika niedergelassen. Diese Zahl wächst stetig. Für Kandidaten, die eine solide Bildung und Motivation haben, öffnen sich die Türen ein bißchen. Außerdem gibt es die ständige Lotterie, bei der einige eine Green Card ergattern können. Das Verfahren mag schockierend sein. Aber spielen die armen Schlucker, die zu den Kanarischen Inseln oder nach Sizilien an Bord schrottreifer alter Kähne aufbrechen, nicht auch mit dem Schicksal? Und das mit dem sehr realen Risiko, ihr Leben zu lassen."
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