El País - Spanien | Dienstag, 5. September 2006
Stephen Frears über die britische Monarchie
Der britische Filmregisseur Stephen Frears hat in Venedig seinen Film "Die Queen" gezeigt, in dem es um die Beziehungen zwischen Elisabeth II. und Premierminister Tony Blair geht. Im Interview mit Daniela Creamer erklärt Frears, Blair habe immer gehofft, "die Dinge verändern zu können. Aber es ist nicht so gekommen, wie er gedacht hat. Er hat sich in den letzten fünf Jahren wie ein Hampelmann benommen. Er hat sein Amt mit dem Wunsch nach Reformen angetreten, mit der Idee, England zu modernisieren. Aber am Ende ist er ein Konservativer geworden, überzeugt und fasziniert von der Queen... Die Monarchie ist eine absurde und antiquierte Institution. Königin Elisabeth II. ist es in gewisser Weise gelungen, sie zum Funktionieren zu bringen. Deshalb respektieren und schätzen die Briten sie sehr. Doch ich glaube, die Dinge werden sich dramatisch verändern, wenn sie stirbt."
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