Financial Times - Großbritannien | Dienstag, 12. September 2006
Spaniens Umkehr in der Einwanderungspolitik
"Von West London über den Rio Grande bis zu den Kanarischen Inseln - die Menschen glauben nicht mehr, dass die Politiker fähig oder bereit sind, Regeln für die Immigration aufzustellen und sie auch durchzusetzen", kommentiert Gideon Rachman. "Es gibt jede Menge Anlass zur Skepsis. In den USA hat es eine bessere Grenzsicherung zwar schwerer, gefährlicher und teurer gemacht, illegal einzureisen - aber das hat offenbar nichts an der Zahl der illegalen Einwanderer insgesamt geändert. 2005 hat Spanien mehr als 500.000 Illegale amnestiert. Das hat offenbar noch Verzweifeltere ermutigt, zu spanischen Ufern aufzubrechen. Mittlerweile erwägt Spanien Massenabschiebungen... Die Antwort darauf darf nicht sein, immer mehr Razzien gegen illegale Immigranten zu fordern. Vielmehr muss man der legalen Immigration von Arbeitskräften mehr Wege bahnen. Die EU hat durch ihre jüngste Erweiterung um die ostmitteleuropäischen Länder genau das getan, ohne es recht zu wollen."
» zum ganzen Artikel (externer Link, englisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Innenpolitik, » Spanien
Alle verfügbaren Texte von » Gideon Rachman
» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 13. September 2006