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The Guardian - Großbritannien | Montag, 2. August 2010

Ungarn bestraft Diskriminierung von Roma

Der ungarische Oberste Gerichtshof hat Roma-Kindern Schadensersatz zugesprochen, weil sie von Nicht-Roma-Kindern segregiert wurden. Zwei Anwälte begrüßen die Entscheidung in der Tageszeitung The Guardian: "Segregation ist ein ernstes Problem in ungarischen Schulen. Die weitverbreitete Stigmatisierung der Roma bedeutet, dass viele Eltern und sogar Lehrer es vorziehen, dass ihre Kinder sich nicht mit Roma-Kindern in den Schulen, oder sonstwo, abgeben. ... Trotz der Änderungen, die das Gleichbehandlungsgesetz von 2004 brachte, besteht das Problem noch immer. ... Jedem der fünf Kinder wurde in diesem Fall ein Schadensersatz von 100.000 Forint (450 Dollar) zugesprochen - ungefähr das Einkommen von drei Monaten für viele Romafamilien - von einem Obersten Gerichtshof, der die illegale Segregation ebenso feststellte wie die schädlichen Folgen für die Erziehung der Kinder. ... Während dieser Richterspruch die weitverbreitete Diskriminierung von Roma in Ungarn und anderswo nicht beenden wird, so sendet er doch eine Botschaft an andere Behörden, dass die Gerichte das Gesetz zur Verhinderung von Segregation aufrecht erhalten werden und dass Strafmaßnahmen gegen diejenigen ergriffen werden, die es brechen."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 2. August 2010

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