Sme - Slowakei | Dienstag, 17. August 2010
Sarkozy benutzt Roma als Blitzableiter
Politiker aus der konservativen Partei des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy haben das Vorgehen gegen die Roma kritisiert. Sarkozy hatte angekündigt, kriminelle Roma abschieben zu wollen. Das kritisiert die liberale Tageszeitung Sme: "Schwer zu glauben, dass 20.000 Roma aus Rumänien und Bulgarien unter den 60 Millionen Franzosen einen solchen Anstieg der Kriminalität bewirken, der ein solches Vorgehen gegen sie rechtfertigen würde. Es handelt sich eher um einen Blitzableiter für die wachsende Unzufriedenheit angesichts der Wirtschaftskrise und der Sparmaßnahmen der Regierung. Oder für die Skandale der gewählten Führer, an denen es in der Umgebung Sarkozys nicht mangelt. Reale Probleme im Zusammenleben mit den Roma kommen bei der Begründung erst an hinterer Stelle. Das heißt nicht, dass sie nicht existieren und dass sich die Regierungen in Westeuropa damit nicht ernsthaft befassen sollten. ... Die Unruhe, die von den Roma ausgeht, ist nichts im Vergleich mit der Gewalt, die die Franzosen unlängst von Migranten aus muslimischen Ländern erleben mussten."
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Alle verfügbaren Texte von » Peter Morvay
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