România Liberă - Rumänien | Freitag, 20. August 2010
Rumänischer Multikultianfall verhindert Integration
Frankreich hat am Donnerstag mit der Abschiebung von Roma nach Rumänien begonnen. Die konservative Tageszeitung România Liberă sucht in diesem Zusammenhang nach Gründen für die gescheiterte Integration in Rumänien: "Auch wir verteidigten die kulturelle Identität der Zigeuner mittels eines fadenscheinigen Anfalls von Multikulturalismus. Die Behörden in Bukarest, allen voran Staatschef Băsescu, sprachen vom 'nomadenhaften' Charakter der Zigeunerkultur und von der Ungerechtigkeit kollektiver Lösungen. Doch ist genau das der Grund, warum die Integrationsprogramme nicht funktionieren: Es reicht nämlich nicht aus, ein paar Uniplätze [für Roma] zu reservieren, Sozialwohnungen zu finanzieren und ein paar Dutzend ansehnliche Seminare pro Jahr zu organisieren. Wenn man jemanden integrieren will, geht es nicht um die Idee, die Freuden der 'nomadenhaften' Kulturen zu kultivieren, sondern sie abzuändern, so unerhört das auch klingen mag. Multikulturalismus ist nichts anderes als ein ungeheurer geistiger Betrug, der nichts mit 'Toleranz' und 'Offenheit' zu tun hat, der aber sehr viel dazu beiträgt, die eigene Kultur auszuhöhlen."
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