The Irish Times - Irland | Dienstag, 7. September 2010
Nahrungsmittel werden immer knapper
Bei Ausschreitungen in Mosambik wegen gestiegener Nahrungsmittelpreise sind seit Mittwoch zehn Menschen gestorben. Lebensmittel werden sich aber weiter verteuern und auch knapper werden, warnt die liberale Tageszeitung The Irish Times: "Erhöhung des Wohlstands und steigende Bevölkerungszahlen in den Entwicklungsländern, nicht zuletzt in den riesigen Märkten Indien und China, verstärken die Nachfrage nach Fleisch und Protein. Die Welternährungsorganisation schätzt, dass bis 2050 die Weltbevölkerung (von der jeder Sechste unterernährt ist) um 50 Prozent wächst und die Lebensmittelnachfrage um 70 Prozent. Ausschlaggebend ist, wie die Herausforderung angegangen wird. Wie im Report des Hunger-Arbeitskreises 2008 dargestellt, konzentriert sich Irland zu Recht auf die nachhaltige Intensivierung der Landwirtschaft, speziell in Afrika. Das bedeutet, in Produktion durch landwirtschaftliche Kleinbetriebe zu investieren, statt sich auf traditionelle Nahrungsmittelhilfen zu verlassen, und insbesondere Frauen als Hauptproduzenten zu unterstützen. Es heißt auch, Märkte, Infrastruktur und Bewässerung funktionsfähig zu machen und Untersuchungen bezüglich der Ernteproduktivität zu finanzieren."
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