ABC - Spanien | Dienstag, 7. September 2010
Rogelio Alonso kritisiert die Eta-Berichterstattung der BBC
Mit Blick auf die Ankündigung eines Waffenstillstands durch die baskische Untergrundorganisation Eta kritisiert der Politologe Rogelio Alonso in der konservativen Tageszeitung ABC die Berichterstattung der britischen Rundfunkanstalt BBC als zu zaghaft: "Vielleicht interessiert die Verantwortlichen der öffentlichen Anstalt die Meinung von Hannah Arendt, die sagte, dass 'über die Konzentrationslager ohne Wut zu berichten, nicht objektiv ist, sondern diese rechtfertigt'. Die Eta als etwas anderes zu bezeichnen als eine terroristische Organisation und ihre Kommuniqués nicht mit der entsprechenden Berichterstattung zu begleiten, die über ihren Zusammenhang, ihre Natur und ihre Strategie aufklärt, bedeutet keine korrekte und objektive Berichterstattung über dieses Phänomen der Gewalt in einer demokratischen Gesellschaft in Europa. Das einzige Eta-Kommuniqué, das so eine große Öffentlichkeit verdient hätte, wie die der vergangenen Tage, wäre eines, in dem die terroristische Organisation wahrhaftig und unwiderruflich ihre definitive Auflösung erklärt."
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