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Helsingin Sanomat - Finnland | Sonntag, 28. November 2010

Reisegeld löst Roma-Problem nicht

Die Stadt Helsinki hat wegen des massiven Kälteeinbruchs 40 in einem Wohnwagencamp wohnenden Roma Geld für die Rückfahrt nach Rumänien bereitgestellt. Grundsätzlich muss ihnen jedoch vor Ort und mit Unterstützung der EU geholfen werden, meint die liberale Tageszeitung Helsingin Sanomat: "Mit ihrer Entscheidung verlagert Helsinki das Problem zumindest vorübergehend nach außen. Es wäre eine Schande für die Stadt und das ganze Land, wenn Bettler im Frost oder an einem Feuer im Camp sterben würde. Das kann immer noch passieren, aber nicht in Helsinki. ... Vereinzelte Abschiebungs- oder Fahrkartenentscheidungen lösen das Roma-Problem aber nicht. Eine Lösung muss auf EU-Ebene gefunden werden und dafür ist ausreichend Geld bereitzustellen. Das Verteilen von Geld allein hilft den Roma jedoch nicht, wenn nicht gleichzeitig kontrolliert wird, dass das Geld wirklich zum Nutzen der Roma in ihrem Heimatland verwendet wird. ... Es ist eine Schande für die gesamte EU, dass auf ihrem Gebiet eine riesige Gruppe von Menschen umherwandert, auf der Suche nach einem Platz, an dem sie die Voraussetzungen für ein menschenwürdiges Leben erhalten."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 29. November 2010

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