Aamulehti - Finnland | Freitag, 1. April 2011
Ein ermutigendes Zeichen
Die Flucht des libyschen Außenministers Mussa Kussa ist ein Zeichen dafür, dass Gaddafi den Rückhalt innerhalb seiner Regierung verliert, meint die liberale Tageszeitung Aamulehti: "Das sicherste Mittel in der Politik durchzukommen ist, sich auf die Seite des Siegers zu schlagen. Der zum Westen übergelaufene libysche Außenminister Mussa Kussa ist derzeit der hochrangigste libysche Führer, der damit rechnet, dass der Diktator Muammar al-Gaddafi am Ende nicht als Sieger dastehen wird. ... Mit Luftschlägen allein wird der libysche Machtkampf kaum gelöst werden. Da die Entsendung von Bodentruppen nach Libyen aus vielen Gründen unmöglich ist, könnte die Allianz die Aufständischen zum Beispiel mit Waffen unterstützen oder eben hoffen, dass Gaddafis Regierung von innen bröckelt. Kussas Seitenwechsel ist ein ermutigendes Zeichen dafür, dass sich die Reihen von Gaddafis Anhängern lichten. Auch er muss irgendwann erkennen, dass ein Führer ohne Truppen keine Zukunft hat."
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