Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Donnerstag, 14. April 2011
Geschlossenheit ist stärkste Waffe
Die Nato-Außenminister haben über Umfang und Ziel des Libyen-Einsatzes diskutiert. Weil die USA sich zum ersten Mal in der Bündnisgeschichte zurückhalten, sind die anderen Nato-Mitglieder zur Geschlossenheit gezwungen, beobachtet die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Plötzlich muss der europäische Teil der Allianz handeln, plötzlich muss die Nato auch ohne die USA funktionieren. Funktioniert sie nicht, dann ist sie am Ende. Erstaunlicherweise hat der Libyen-Einsatz trotz aller politischen und militärischen Probleme bisher kein großes Zerwürfnis provoziert. Deutschlands Eiertanz wird als landestypische Folklore abgetan, Frankreich wird trotz aller Eskapaden für seine Entschlossenheit gewürdigt, und die USA machen die neue Erfahrung, dass die Partner an einer Aufgabe auch wachsen können, wenn man sie nur lässt. Diese politische Geschlossenheit ist die stärkste Waffe der Nato. Wenn Gaddafi nicht völlig verblendet ist, dann muss ihm das die größte Sorge bereiten."
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Alle verfügbaren Texte von » Nina von Hardenberg
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