Karjalainen - Finnland | Dienstag, 19. April 2011
Politische Lösung in Libyen unmöglich
In der von den libyschen Aufständischen gehaltenen Stadt Misurata sollen in den vergangenen Wochen bis zu tausend Menschen getötet worden sein. Davon sollen angeblich 80 Prozent von Gaddafis Truppen umgebrachte Zivilisten sein. Die liberale Tageszeitung Karjalainen glaubt nicht mehr an eine politische Lösung des Konflikts: "Falls die hohe Zahl ziviler Opfer stimmt, ist dies eher ein Völkermord als ein Bürgerkrieg. Schon lange ist klar, dass Gaddafis Regierung keine Scheu hat, ihre Position mit allen Mitteln zu verteidigen, selbst mit den blutigsten. Je länger die Situation andauert, umso mehr menschliches Leid wird verursacht. Leider sieht es so aus, dass sich die Lage ohne ein Eingreifen des Westens nicht schnell bessern wird. Die USA, Großbritannien und Frankreich haben versprochen, dass die Operation bis zur Befriedung andauert. Die von Russland erhoffte politische Lösung ist eine leere Utopie."
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