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Financial Times Deutschland - Deutschland | Montag, 2. Mai 2011

Auf militärische Ziele konzentrieren

Der Überlegung, auch Diktator Muammar al-Gaddafi selbst mit einem gezielten Nato-Angriff zu töten, erteilt die wirtschaftsliberale Financial Times Deutschland eine klare Absage: "Schon jetzt fühlen sich China und Russland übertölpelt, weil sie durch ihre Enthaltung im Sicherheitsrat den Weg für einen Militärschlag geebnet haben, der nun deutlich heftiger ausfällt, als sie sich das anfangs ausgemalt hatten. Gezielte Anschläge auf Gaddafis Sippe werden diesen Eindruck nur noch verstärken und weiteres Vertrauen zerstören. Kaum vorstellbar, dass es danach noch einmal einen ähnlichen Beschluss im Uno-Sicherheitsrat geben wird. Noch schwerer als dieses Argument aber wiegt ein praktisches. Der Nato wird es - wenn überhaupt - nur gelingen, Gaddafi zu töten, wenn sie dafür bewusst hohe Kollateralschäden in Kauf nimmt: zivile Opfer, deren Tod nicht nur den Hass der fanatischen Anhänger Gaddafis bestärkt, sondern auch die weltweiten Zweifel am Nato-Einsatz in Libyen schüren wird. … Die Nato sollte ... besser wieder militärische Ziele ins Visier nehmen. Wenn sie Gaddafi dabei zufällig trifft: umso besser."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 2. Mai 2011

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