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Le Monde - Frankreich | Mittwoch, 4. Mai 2011

Uno muss in Syrien einschreiten

Die blutige Niederschlagung der Demonstrationen in Syrien hat den Machtanspruch des Regimes des Alawiten Baschar al-Assad einmal mehr in Frage gestellt, meint die linksliberale Tageszeitung Le Monde und fordert eine Uno-Intervention: "Der Aufstand an Ostern in der Stadt Daraa und die massiven Angriffe auf die Bevölkerung mit Soldaten und Panzern zeigen, dass die jungen alawitischen Generäle an die blutige Tradition ihrer Väter anknüpfen. Die offizielle Erklärung lautet, die Armee sei auf Verlangen der Bevölkerung hin eingeschritten, um Terroristen zu neutralisieren. Damaskus ließ sogar die Grenze zu Jordanien schließen, um die Anstiftung von außen zu beweisen. Die Elemente eines blutigen Szenarios zur Sicherung der Macht des alawitischen Regimes sind gegeben: eine ausländische Verschwörung, die Verweigerung von Reformen und jeglichen Dialogs. Angesichts dessen reichen die anklagenden Deklarationen und die Sanktions-Drohungen der westlichen Staatengemeinschaft nicht aus. Eine neue Uno-Resolution für eine Intervention ist notwendig, auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass sie beschlossen werden kann."

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