The Guardian - Großbritannien | Donnerstag, 5. Mai 2011
Ägypten spielt in Nahost wieder mit
Vertreter der bislang verfeindeten Palästinenser-Organisationen Hamas und Fatah haben am Mittwoch in Kairo ein Friedensabkommen unterzeichnet. Die linksliberale Tageszeitung The Guardian hält es für bemerkenswert, dass Ägypten nach seiner Revolution wieder als wichtiger Spieler im Nahost-Friedensprozess auftaucht: "Das Abkommen von Kairo könnte sich als ebenso brüchig erweisen wie das, welches in Mekka vor vier Jahren unterzeichnet wurde. Es kann noch tausendfach untergraben werden, aber die Uhr kann man nicht mehr so leicht zurückdrehen. Der neue Faktor, der nicht mehr geändert wird, ist Ägyptens Rückkehr als wichtiger Akteur im Nahen Osten. Niemand hat erwartet, dass sich dort eine Außenpolitik entwickeln würde, bevor es eine Innenpolitik gibt - vor allem nicht, bevor sich eine Regierung formiert hat. Aber wenn es Ägypten gelingt, seinen Einfluss geltend zu machen, wie es die Türkei getan hat, dann ist es in der Lage, die Machtbalance zu ändern. Es ist vollkommen im Interesse der USA und der EU, eine Regierung in Kairo zu haben, die ein Friedensabkommen mit Israel einhält, sich aber zugleich nicht dessen Interessen unterwirft."
» zum ganzen Artikel (externer Link, englisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Israel, » Ägypten
» zur gesamten Presseschau vom Donnerstag, 5. Mai 2011