Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | Dienstag, 17. Mai 2011
Schwieriger Umgang mit Diktatoren-Vermögen
Eine Schweizer Delegation hat vergangene Woche mit ägyptischen Behörden darüber beraten, wie das in der Schweiz angelegte Vermögen des Mubarak-Clans an Ägypten zurückerstattet werden soll. Die liberal-konservative Neue Zürcher Zeitung mahnt zur Vorsicht beim Umgang mit Diktatoren-Vermögen: "Glaubt man einschlägigen Erhebungen, wird etwa ein Viertel der grenzüberschreitenden beweglichen Privatvermögen in der Schweiz verwaltet. ... Die Schweiz reagierte dieses Jahr mit der Sperrung von mutmaßlichen Potentatengeldern aus den nordafrikanischen Unruhestaaten relativ rasch, und der Umfang der georteten Gelder (total 830 Mio. Fr. [661 Millionen Euro] aus Ägypten, Libyen und Tunesien) erscheint angesichts der Mutmaßungen über weit höhere Vermögen der betroffenen Clans überschaubar. ... Gesetzgeberisch scheint derzeit kein dringlicher Handlungsbedarf zu bestehen, obwohl Rufe nach Verschärfungen hörbar sind. ... Die Sensoren der Schweizer Banken vor Ort sollten jedenfalls laufend weit ausgefahren bleiben."
» weiterführende Informationen (externer Link, deutsch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Finanzpolitik, » Schweiz
Alle verfügbaren Texte von » Hansueli Schöchli
» zur gesamten Presseschau vom Dienstag, 17. Mai 2011