Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Mittwoch, 25. Mai 2011
Das Dilemma des Westens
Angesichts des Vorhabens von Frankreich und Großbritannien, Kampfhubschrauber nach Libyen zu verlegen, warnt die linksliberale Süddeutsche Zeitung vor den Risiken ihres Einsatzes: "Solche Maschinen lassen sich leichter abschießen als Kampfjets. Sollte dies geschehen, könnte das westliche Bündnis schnell noch tiefer in den Konflikt verstrickt werden, als es das bereits ist. Das beschreibt das Grunddilemma, in dem sich die Nato in Libyen befindet. Jeder sieht, dass die Rebellen den Machthaber aus eigener Kraft nicht stürzen können und der Aufstand ohne die Nato-Waffenbrüder wohl vor dem Ende stünde. Ein Regimewechsel durch westliche Soldaten aber würde der Revolution die Legitimation nehmen, die da lautet: Das Volk stürzt seinen Führer. Mit ihrem erweiterten Waffenarsenal versucht die Nato weiter eine Gratwanderung: Gaddafis Festung sturmreif zu schießen, ohne den Aufständischen ihren Sieg zu nehmen. Es wird sich zeigen, ob dies gelingt."
» weiterführende Informationen (externer Link, deutsch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Großbritannien, » USA, » Libyen
Alle verfügbaren Texte von » Tomas Avenarius
» zur gesamten Presseschau vom Mittwoch, 25. Mai 2011