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Público - Portugal | Samstag, 28. Mai 2011

Reformen in Arabien stärker fördern

Die G8-Staaten haben auf ihrem Gipfel in Deauville beschlossen, Tunesien und Ägypten mit 40 Milliarden Dollar auf ihrem Weg zur Demokratie zu unterstützen. Die Hilfe für die Vorreiter des Arabischen Frühlings bezeichnet die Tageszeitung Público als historisch, doch dürfen die G8-Länder die anderen arabischen reformorientierten Staaten nicht vergessen: "Diese Länder sollen unterstützt werden, um ihren Übergang zu toleranten und demokratischen Gesellschaften sicher zu stellen. Das soll sie anspornen, damit sich die Revolutionen in Arabien nicht zurück entwickeln. Deshalb wurde auch an die Hilfe für Osteuropa nach dem historischen Fall der Berliner Mauer erinnert. Nur hat sich das, was als eine Freiheitswelle begann, in drei unterschiedliche gespalten: in die demokratische (Tunesien und Ägypten), die reformistische (Algerien, Marokko, Jordanien, Saudi-Arabien) und die unterdrückte (Libyen, Syrien, Jemen und Bahrain). Es reicht allerdings nicht aus, der ersten Welle ein verlockendes 'Leckerli' zu reichen. Der Westen wird sich vielmehr darauf verständigen müssen, wie er mit den anderen beiden umgeht. Denn sie bedrohen den Sommer der arabischen Hoffnung in einen Herbst oder frühzeitigen Winter zu verwandeln."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 30. Mai 2011

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