Le Figaro - Frankreich | Donnerstag, 9. Juni 2011
Europa muss Athen neue Milliarden geben
Griechenland braucht nach Einschätzung der Troika aus Internationalem Währungsfonds, Europäischer Zentralbank und EU-Kommission weitere Milliardenhilfen. In der Krise muss Europa zusammenstehen, meint die konservative Tageszeitung Le Figaro: "Wegen der Vernetzung von Staatsschulden und Bankensektor sowie der Banken untereinander hätte jeder große Zahlungsausfall Auswirkungen auf die gesamte Euro-Zone. Er würde weite Kreise ziehen und müsste von den Europäern selbst bezahlt werden. Das momentan noch gespaltene Europa ist vom Sturm bedroht und muss seine Kräfte bündeln. Deutliche Solidarität ist die einzig wirksame Lösung, um nicht zu sagen: Sie ist überhaupt die einzige Lösung. Es wäre klug, die gesamte Staatsschuld der Euro-Zone ab sofort gemeinsam zu verwalten, vielleicht sogar zentral. Das funktioniert natürlich nur, wenn die gemeinsame Disziplin gestärkt wird und im Bedarfsfall Sanktionen eingesetzt werden."
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