Le Monde - Frankreich | Dienstag, 14. Juni 2011
EU muss trotz Krise sozial bleiben
Anlässlich der erneuten Herabstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands diskutiert die Euro-Zone über weitere Sparmaßnahmen. Die müssen von einem Sozialpaket flankiert werden, fordern drei europäische Politologen in der linksliberalen Tageszeitung Le Monde: "Die EU müsste den Themen Umwelt, Soziales und Bildung den gleichen Stellenwert einräumen wie der Sorge um das Budget. Als Pendant zum erweiterten Stabilitätspakt sollte es einen sozialen Investitionspakt geben. So könnte man den Eingriffen der EU einen positiven Anstrich geben und dem Volk, das unter der Krise und den Sparmaßnahmen leidet, signalisieren, dass Europa auch für eine bessere Zukunft steht, gerade durch Investitionen in die Jugend. Die europäischen Finanzhilfen (ebenso wie die Regionalpolitik der EU) sollten zum Beispiel soziale Maßnahmen fördern. Während sichergestellt wird, dass eine Schuldenkrise vermieden wird, könnte die EU so darauf achten, dass alle Mitgliedstaaten sich auf eine Politik der sozialen Investitionen festlegen."
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