Cinco Días - Spanien | Mittwoch, 15. Juni 2011
Deutschland muss harte Position aufgeben
Deutschlands Forderung, private Investoren am Rettungspaket zu beteiligen, muss abgeschwächt werden, meint die Wirtschaftszeitung Cinco Días: "Auch wenn es gestern nur ein Vorbereitungstreffen war, wurde deutlich, dass Deutschland seine Position auf dem EU-Gipfel am 23. und 24. Juni nicht durchsetzen kann, ohne sie anzupassen. Es ist zwar erstrebenswert, dass der Privatsektor, der sich an den Krediten für Griechenland bereichert hat, auch zur Rettung beiträgt. Aber das darf nicht zu einer Flucht der Investoren führen, weil das die Schulden der öffentlichen Kassen weiter erhöhen würde. ... Die private Beteiligung am zweiten Rettungspakets soll etwa 30 Milliarden Euro betragen, bei Gesamtkosten von rund 120 Milliarden Euro. Wenn sich Berlin mit einer Laufzeitverlängerung begnügt, was sich bereits andeutet, dann hätten der Euro-Raum und die EZB die Möglichkeit, diesen Betrag durch Anreize zu erlangen und nicht durch Zwang zu einer schädlichen Umschuldung."
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