Trouw - Niederlande | Mittwoch, 15. Juni 2011
Finanzsektor muss auch zahlen
Das niederländische Parlament hat weiteren Hilfen für Griechenland zugestimmt, sofern sich auch die Privatwirtschaft daran beteiligt. Das hält die christlich-soziale Tageszeitung Trouw für angemessen: "Der Realismus war dringend geboten, wenn man der niederländischen Bevölkerung nicht etwas vormachen will. Die Hilfe zu stoppen ist keine Option, ohne finanziellen Schaden davon zu kommen auch nicht. … Es ist eine Frage des langen Atems, Griechenland die Basis zu verschaffen, um aus der Misere zu kommen. Bisher wurde das vor allem mit Steuergeld versucht. Finanzminister De Jager will dabei nun mit Unterstützung des Parlaments nachdrücklich auch die Banken und Rentenfonds einbeziehen. Das ist ein Fortschritt. Schließlich sind sie es, die in die griechische Staatsschuld investiert haben. Das Risiko kann eine Weile bei der öffentliche Hand liegen, aber nicht für immer. Die Finanzbranche muss beteiligt werden, wenn man über eine Abschreibung der griechischen Schulden sprechen will."
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