Financial Times Deutschland - Deutschland | Donnerstag, 16. Juni 2011
Premier ist der beste Mann
Dass Griechenlands Premier Papandreou die Vertrauensfrage stellt und nicht zurücktritt, findet die wirtschaftsliberale Financial Times Deutschland gut und richtig: "Für die Fehlentwicklungen der Vergangenheit kann man Papandreou nicht direkt verantwortlich machen, weil seine Partei erst im Oktober 2009 an die Macht gekommen ist. Seit Ausbruch der Schuldenkrise hat der Sozialdemokrat so ziemlich alles getan, was die Europäer und der Internationale Währungsfonds (IWF) von ihm verlangt haben - für sein eigenes Volk offensichtlich zu viel. ... Fachlich hat wahrscheinlich ohnehin keiner bessere Voraussetzungen, Griechenland aus dem Sumpf zu ziehen. Aber politisch umsetzen können sein Programm augenscheinlich nur alle zusammen. Auch die Opposition muss die Einschnitte mittragen. Gerecht wäre das."
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