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Público - Portugal | Sonntag, 19. Juni 2011

Berlin schaut zu oft auf seinen Bauchnabel

Deutschland hat seine harten Bedingungen für die Griechenland-Hilfe aufgegeben und sich am Freitag mit Frankreich darauf geeinigt, dass sich die Banken nur auf freiwilliger Basis beteiligen sollen. Ein für Deutschland übliches Verhalten, meint die Tageszeitung Público: "Deutschland nimmt seine Fehler erst dann zurück, wenn ein Desaster droht. Die Euro-Krise reflektiert diese Zweifel. … Deutschland sollte eigentlich Teil der Lösung sein, besteht aber darauf, weiterhin Teil des Problems zu sein, und agiert erst, wenn die Krise an die Grenzen des Unerträglichen stößt. … Die Führung des Staats, der am meisten an der Einheitswährung verdient, ist weiterhin unfähig, ihre Rolle in dieser Krise zu erkennen. Sie schaut auch weiterhin mehr auf den eigenen Bauchnabel als auf ihre transnationalen Pflichten. Glücklicherweise hat Deutschland das Chaos verhindert, indem es den Mittelweg der Verständigung eingeschlagen hat und damit Griechenland und dem Euro wenigstens Zeit verschafft."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 20. Juni 2011

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