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Il Sole 24 Ore - Italien | Mittwoch, 22. Juni 2011

Krise fördert Kapitalflucht

Die gewonnene Vertrauensabstimmung des griechischen Premiers Giorgos Papandreou kann nach Ansicht der wirtschaftsliberalen Tageszeitung Il Sole 24 Ore die massive Kapitalflucht aus seinem Land nicht verhindern: "Seit Anfang 2010 wurden 40 Milliarden Euro von griechischen Konten abgezogen, fast ein Fünftel des gesamten Kapitals. Nun hat diese Entwicklung offenbar eine Beschleunigung erfahren. ... Die griechischen Banken sind in großer Gefahr. Eine weitere Krise würde sie zu Fall bringen, weil die Banken - von der National Bank of Greece über die Eurobank, die Alpha Bank, die Piräus Bank bis zur ATE Bank - die ersten Gläubiger des griechischen Staats sind. Als relativ kleine Banken besitzen sie allein 50 Milliarden Euro in Staatsanleihen. ... Falls Griechenland die Krise nicht überwinden sollte, würden diese Wertpapiere zu Altpapier werden. Ihre Entwertung würde das gesamte Vermögen der Banken vernichten und sie zusammenbrechen lassen. So gesehen ist die Flucht der Anleger verständlich."

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