Ta Nea - Griechenland | Mittwoch, 29. Juni 2011
Griechenland spart vergeblich
Das griechische Parlament entscheidet am heutigen Mittwoch über ein umfassendes Sparpaket, das als Voraussetzung gilt für die Auszahlung der nächsten Kreditrate aus dem Hilfsprogramm von EU und IWF. Die linksliberale Tageszeitung Ta Nea bezweifelt die Wirksamkeit der Sparmaßnahmen, Griechenland wird dem Bankrott nicht entgehen: "Wenn heute das Reformprogramm beschlossen wird, glauben wenige, dass das Land gerettet ist. ... Der Gedanke ist simpel: Die Ziele dieses Programms stoßen an die Grenzen des Machbaren. Und selbst wenn sie umgesetzt werden, würden sie die Situation kaum verbessern. ... Ein Beispiel: Das Programm sieht zusätzliche Staatseinnahmen in Höhe von 6,5 Milliarden Euro für das zweite Halbjahr 2011 vor. ... Wir sprechen hier von drei Prozent des BIP! Wir sprechen hier von Zusatzeinnahmen von 1,1 Milliarden Euro im Monat! Ein vernünftiger Mensch würde dieses Ziel als unerreichbar bezeichnen. Und gleichzeitig würde er dafür beten, dass es das auch ist. ... Denn ein Land, das sich bereits im dritten Jahr in Folge in einer tiefen Rezession befindet, wird so der Gefahr des Bankrotts nicht entkommen."
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