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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | Dienstag, 5. Juli 2011

Gott ist eine US-Rating-Agentur

Die Regierungen der Euro-Länder müssen endlich ihre übertriebene Angst vor den US-amerikanischen Rating-Agenturen überwinden, fordert die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Gott muss eine amerikanische Ratingagentur sein. Anders ist es nicht zu erklären, dass siebzehn in demokratischen Abstimmungen gewählte Regierungen verschreckt dasitzen und die Nägel knabbern, wenn eine jener Ratingagenturen ihre Meinung zu Griechenland abgibt. ... Der amerikanische Gott namens Standard & Poor's hat den Europäern mitgeteilt, dass er nicht einverstanden ist, Banken, Versicherungen und Rentenfonds an Finanzhilfen für Griechenland zu beteiligen. ... Statt weiterhin das Geld der Steuerzahler über Athen an die Finanzbranche zu leiten, sollten die Euro-Regierungen mutig sein. Ein Schuldenschnitt und ein großes Aufbauprogramm würden Hellas wirklich helfen - und die amerikanischen Götter auf das reduzieren, was sie sind: kapitalistische Unternehmer."

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