L'Echo - Belgien | Dienstag, 5. Juli 2011
Euro ist nichts für schwache Staaten
Die einzige Chance auf eine Erholung der krisengeschüttelten Euro-Länder liegt in deren Ausschluss aus der Währungsunion, meint die Wirtschaftszeitung L'Echo: "Es ist eine Tatsache, dass die gemeinsame Währung ein Hindernis für die Erholung der stark verschuldeten Ländern darstellt, weil sie sie daran hindert, die Abwertung ihrer Währung im Konkurrenzkampf einzusetzen. Eine solche Anpassung der Währung erlaubt es Volkswirtschaften, die in Schwierigkeiten geraten sind, sich selbst wiederzubeleben. Man sollte die ausgebluteten Staaten nicht um jeden Preis in der Euro-Zone halten. Die Priorität sollte vielmehr darauf liegen, schnellstmöglich ihren geordneten Austritt aus der Währungsunion in die Wege zu leiten. ... Die Griechen zahlen gerade den Preis für 20 Jahre Misswirtschaft, laxe Steuerpolitik und Betrug. Das Land wird ohne jeden Zweifel bankrott gehen, und es muss zur Drachme zurückkehren."
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