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Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung - Deutschland | Sonntag, 10. Juli 2011

Schäuble hilft Griechen mit sagenhafter Idee

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble hat den Griechen nahe gelegt, zur Bewältigung der Krise mehr auf Solarenergie zu setzen. Eine Kopfgeburt wie viele andere, bemerkt die Frankfurter Allgemeine Zeitung und erläutert süffisant, wie Schäuble auf diese tolle Idee kommen konnte. Denn "natürlich ist die Bundesregierung noch völlig trunken vom Erfolg der eigenen Solarindustrie. ... Der langjährigen Tatkraft und Wirkungsmacht der deutschen Solarindustrie ist es schließlich zu verdanken, dass nun schon stolze 1,9 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs in Deutschland vorher von der Sonne produziert werden. ... Und ja, liebe Griechen, Photovoltaik kostet Geld, so ist das eben mit den guten Dingen des Lebens. Sie könnte den Strom in Griechenland verteuern, die Kosten der Industrie erhöhen, den griechischen Konsumenten Kaufkraft wegnehmen. Aber das Land hätte auf der anderen Seite eine Sonnenenergieexportwirtschaft, die allerbeste Imagewerte hätte, weshalb deren Förderung auch kaum ins Gewicht fiele. ... Ist das denn so schwer? Es genügte ein: Danke, ihr lieben Deutschen."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 11. Juli 2011

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