De Morgen - Belgien | Mittwoch, 13. Juli 2011
Die Euro-Zone brennt
Unentschlossene Europa-Politiker und nationalistische Tendenzen verschlimmern die Eurokrise und bedrohen auch Belgien, warnt die linksliberale Tageszeitung De Morgen: "Gestern Griechenland, heute Italien und Spanien, morgen Belgien. Denn zwischen uns und Berlusconi steht niemand mehr. Der Euro ist eine der größten Errungenschaften der Mitgliedstaaten und hat für Wirtschaftswachstum und Wohlstand gesorgt. Aber jetzt wird deutlich, dass die Währungsunion nicht ohne Regeln und Fundamente auskommt. ... Nötig ist nicht nur eine Batterie europäischer Maßnahmen, die die Mitgliedstaaten zu Haushaltsdisziplin zwingt, sondern auch die Wiederherstellung der europäischen Solidarität. ... Aber in vielen Ländern rückt der Nationalismus vor, gegen jede Solidarität. Den Bürgern wird versprochen, dass es ihnen besser gehen wird, wenn wir zurückkehren zu noch kleineren Nationalstaaten und die Lösung im 19. Jahrhundert suchen. Die Euro-Zone steht in Flammen, der Zustand der europäischen Banken und die Krise durch Staatsverschuldung sind eng miteinander verwoben. Jetzt ist nicht die Zeit für Unentschlossenheit."
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