Lidové noviny - Tschechien | Donnerstag, 14. Juli 2011
EU soll Griechenland und Portugal opfern
Die italienische Regierung hat angesichts der europäischen Schuldenkrise einen härteren Sparkurs und Wirtschaftsreformen angekündigt. Die kleineren südeuropäischen Krisenstaaten sollten indes die Euro-Zone verlassen, schlägt die konservative Tageszeitung Lidové noviny vor, denn "ein Staatsbankrott Griechenlands und Portugals würde die Eurozone nicht zerstören. Wenn beide Länder den Euro verlören, würden sich viele Probleme für sie und andere lösen. Europa hat genug Geld, um ihnen die Chance für einen Neuanfang zu geben. Italien und Spanien dagegen müssen beim Euro bleiben. Spanien muss freilich Ordnung in sein Bankensystem bringen und Italien muss eisern sparen. Alle vier Länder sollten ihren Arbeitsmarkt reorganisieren, um vor allem mehr junge Leute in Lohn und Brot zu bekommen. Die geringen Chancen für die junge Generation führen zum fatalen Zusammenbruch des Sozialstaatsmodells. ... Sähen die Finanzmärkte solche Schritte, könnten die den Glauben an Europa zurückgewinnen. Bis jetzt aber wird nur leeres Stroh gedroschen."
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